8°+ Interaktive Kunst in der Kellergasse

space.matters versteht sich als Plattform, organisiert und betrieben von Studenten, die sich an der TU-Wien am Institut für künstlerisches Gestalten bei einem Workshop für angewandte elektronische Medienkunst kennenlernten (bis jetzt wurden 2 Ausstellungen in Wien realisiert) und ihr Forschen und Produzieren in diesen Bereich gelegt haben. Die Ergebnisse sind interaktive Installationen, die an der Schnittstelle zwischen Architektur und electronic arts angesiedelt sind.

In diesen Projekten geht es nicht nur darum "fertige" Inhalte zu explorieren und sich darin zu "orientieren" - Die BesucherInnen und ihre Handlungen werden mit Videokameras beobachtet und ihre Bewegungen und Reaktionen auf das Gesehene und Gehörte sind (un)mittelbar für die jeweilige (Re)konfiguration der Arbeiten mitverantwortlich. So entsteht eine Form von Dialog, die das kommunikative Verhältnis zwischen Kunstwerk und BetrachterIn insofern prägt, als das seine/ihre Präsenz das Werk selbst vollständig zu verändern vermag. Dabei sind es nicht nur die Bilder und Töne, sondern auch die in ihnen stattfindenden Ereignisse, die im selben Maße zu untersuchen sind und die gemeinsam - fast schon von einem bestimmten Ort unabhängig - eigene, andere Räume kreieren. Als die Summe des Auftretens von einander zuordenbaren Elementen, Aktionen und Reaktionen (viell. im Sinne von Foucaults oder de Certeau) verstanden, stellt eine solche Art des Betrachtens von Raum nicht nur einen Spiegel aktueller Verhältnisse dar, sondern wird im Rahmen der eingangs erwähnten Arbeiten zum Instrument um solche Räume zu erzeugen und zu erforschen.

Die Ausstellung soll diese Projekte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und den über das Verhältnis der NutzerInnen zu den sie umgebenden realitätsbildenden Prozessen eröffnen. Als eine Art Raumforschung verstanden, die erst in der Interaktion mit ihren BenutzerInnen zustande kommt, ist die Ausstellung der Projekte wesentlich für ihre Gestaltung selbst.

RAUM: EIN ORT MIT DEM MAN ETWAS MACHT - ER ENTSTEHT DURCH HANDLUNGEN UND IN DER BEHANDLUNG, ETWA DURCH DIE AKTIVITÄT DES GEHENS UND BEGEHENS.....
Beatrice von Bismarck; "Hoffnungsträger - Foucault und de Certeau"



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